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Sicher bin ich mir nicht

Heinerle
Liebe Mrs. N.,
nur weil ich dir zugegebenermaßen ziemlich konsequent nachtelefoniert habe, hättest du doch deine Nummer nicht ändern müssen.
Denk an all die schönen Stunden, die du dir zwar nicht vorstellen kannst, die wir jedoch haben können, wenn du dich nicht so sträuben würdest.
Aber gut, ruf ich eben wieder Sofi B. an, auch wenn dich das nicht an den Rande des Wahnsinns treibt.
Heute war die Pozelei da. Meine Ex hat sie auf mich gehetzt. Als ich dem Beamten dann die ganze Geschichte erzählt habe, hat er mir auf die Schulter geklopft und ist gegangen.
Dafür kam meine Schwester überraschend vorbei. Hab so getan, als wär ich nicht da.
Mrs. C. is eigentlich ganz relaxed, obwohl ich ihr am Wochenende einen Korb gegeben habe. Hab ihr gesagt, daß sie noch nicht ganz das ist, wo ich hin will.
Ich weiß nicht, vielleicht bereue ich das diesmal noch.
Also dann bis bald.
Ich denke, Mr. A. besorgt mir deine neue Nummer...
lol H&M

DOs AND DON’Ts

Als ich letztens meiner verflossenen Liebe –
Roßvita von Kavern – per Mail zum Geburtstag gratulierte,
zerstörte ein Blitz mein Haus.
Aber auch sonst hätte ich wohl keine Antwort von ihr erhalten.
So war es nicht weiter verwunderlich, daß ich mich fragte:
„Bin ich etwa in ihrem Junkmailordner gelandet?“

Solche und andere existentialistischen Fragen waren meiner damaligen Frau –
Elfriede Wagner – in unserer prekären Situation völlig unverständlich.
Also gab ich ihrer Bitte nach, schnellstens zum Bäcker zu gehen,
um drei alte Brote zu holen,
die an unsere Pferde Pippi, Bonnie und Stuhl verfüttert werden sollten.

Auf dem Weg dahin begegnete mir eine Fee
Und versprach, drei Wünsche zu erfüllen.
Ich hatte drei, das könnt ihr mir glauben,
angefangen von Sex mit Veronika Ferres,
über eine ungarische Salami,
von der niemand wissen will, was ich damit angestellt hätte,
bis hin zu einem Lehrstuhl in Cottbus,
den ich ohne nähere Begründung ablehnen würde.

Wo war ich stehngeblieben?
Ach ja, bei der Fee.
Sie entpuppte sich als Übrigbleibsel des letzten Kölner Karnevals –
Trotzdem war sie mir durchaus sympathisch.
Und da sie ihr Bestes tat, mir jeden Wunsch mit ihren Lippen zu erfüllen,
beschlossen wir, auf der Stelle zu heiraten.
Dazu kam es jedoch nicht,
da wir beide schlagartig an einer noch unbekannten Krankheit verendeten.
Eine Katze, die unbestätigten Gerüchten zufolge beim CIA gearbeitet hatte,
mußte sie übertragen haben.

Als der letzte Hauch meines Atems über meine Lippen strömte,
sah ich meine Frau die Straße herunterspazieren.
Sie ging Arm in Arm mit meiner Exfreundin
Und ich meine, noch erkannt zu haben,
wie sie beide in einem verlassenen Zeitloch verschwanden.
Seltsam, dachte ich mir...
Seltsam, und heute ist auch noch Weihnachten!

lol H&M

29.1.07 20:27
 


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